Eine „THEO“ – Adventgeschichte

Eine „THEO“ – Adventgeschichte

Am Montag, dem 07.12.2015, trafen sich einige THEOs in der Praxis von Tierärztin Dr. Eva Haberpeuntner.

Gerade als über das Thema Hunde gesprochen wurde, klopfte es an der Türe und eine Mutter und ihre Tochter brachten einen völlig erschöpften älteren Jack Russel, der ihnen zugelaufen war, in die Praxis.

Die Familie war mit dem Auto unterwegs gewesen und beobachtete diesen kleinen Hund, wie er verwirrt durch die Straßen lief und offensichtlich jemanden suchte.

Plötzlich war der kleine Hund aber weg. Die Familie ging auf die Suche nach diesem kleinen Hund, der seine Familie verloren hatte. Gott sei Dank tauchte der kleine Hund zwei Straßen weiter wieder auf, schloss sich dort zwei weiteren Hunden an und konnte endlich eingefangen werden.

Diese engagierte Familie, die Tierärztin Dr. Haberpeuntner von früher kannte, brachte den Hund in die Praxis, die glücklicherweise an diesem Tag auch spät abends noch besetzt war.

Natürlich wurde von der Tierärztin sofort der Chip abgelesen und Prodata angerufen. Es stellte sich heraus, dass der kleine Hund in der Schweiz registriert ist. Da sich bei ANIS zu dieser Zeit niemand mehr meldete, wurde umgehend die Polizei, die zu diesem Zeitpunkt noch keine Suchmeldung vorliegen hatte, verständigt.

Ins Tierheim Salzburg sollte der völlig erschöpfte kleine Kerl aber nicht gebracht werden. Er war müde und ausgelaugt von den Strapazen und zudem voller Angst, da er seine Familie verloren hatte und sollte ihm ein Tierheim erspart bleiben.

Viktoria Rehrl, die sich um THEOs-Hunde kümmert, erklärte sich spontan bereit, den armen Kerl vorübergehend zu sich zu nehmen.

Vom langen laufen hatte Peppe mit seinen kurzen Beinchen offensichtlich solche Schmerzen, dass er trotz seiner Erschöpfung nicht einschlafen konnte. Erst nach einer schmerzstillenden Spritze der Tierärztin schlief er für Stunden tief und fest ein.

Gerade als das Treffen am späteren Abend beendet war, kam eine SMS vom Bruder des Hundehalters, der über die Polizei die Nummer der Tierärztin in Erfahrung gebracht hatte. Er teilte mit, dass er sich sofort aus Kärnten auf den Weg gemacht habe, um den kleinen Ausreißer abzuholen und auch das Herrchen des kleinen Pepe, der in der Schweiz lebt, wäre schon unterwegs, den kleinen Hund zu holen.

Was war da los? Was für eine eigenartige Geschichte, der Bruder kommt aus Kärnten, das Herrli aus der Schweiz, der Hund ist in Salzburg. Soweit kann der kleine Kerl mit seinen kurzen Beinchen doch wohl nicht gelaufen sein.

Natürlich wurde auf den Herrn aus Kärnten gewartet und konnte der kleine Pepe außer sich vor Freude es nicht fassen, dass endlich ein Teil seiner Familie wieder da war.

Nun klärte sich auch die Geschichte des kleinen Hundes auf. Pepe war mit seiner Familie bei der Pferdemesse in der Salzburg Arena und büchste beim Verladen der Pferde aus dem Auto aus. Man rief und lief ihm nach, doch Pepe wurde immer schneller. Seine Familie suchte ihn überall, aber Pepe war weg. Es mussten die Pferde nach Hause gebracht werden und das Herrchen von Peppe machte sich – kaum in der Schweiz angekommen – schon wieder auf den Rückweg nach Salzburg, um nach Pepe zu suchen.

Pepe war nun überglücklich und freute sich riesig, als auch noch sein Herrchen aus der Schweiz ankam. Die ganze Heimfahrt durfte er auf dem Schoss seines Herrchens sitzen, bewegte sich nicht und schlief sich tief und fest aus.

Zu Hause angekommen, begrüßte Pepe seine Freundin, den zweiten Hund der Familie, der schon sehnsüchtig auf ihn gewartet hatte.

Die Freude der beiden war riesengroß, sie leckten sich die Lefzen und sind seit diesem Zeitpunkt unzertrennlich.

Das schönste Weihnachtsgeschenk der Familie und der Freunde ist, dass Pepe nun wieder gesund zu Hause ist. Er darf jetzt sogar beim Frauchen schlafen und genießt die Geborgenheit und Liebe der Familie.

Wir vom Tierschutzverein THEO bedanken uns bei der Familie, die nicht weggeschaut, sondern diesem kleinen Hund in seiner Not geholfen hat, ganz herzlich.

Hätte diese Familie nicht sofort gehandelt, wer weiß wie weit Pepe in seiner Verzweiflung noch gelaufen wäre. Es ist so wichtig nicht wegzusehen, sondern dort wo Hilfe geboten ist spontan zu helfen.

Dank dieser Hilfe ist dieser kleine Hund Pepe aus der Schweiz, der mehr als einen Tag in Salzburg herumirrte, nun wieder bei seiner Familie.

2017-10-31T09:03:14+00:00

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